CANDYGIRL: Ein deutscher PsychoHorror, der es mit den USGrößen aufnehmen kann. Michael Merhi jongliert mitSprache und schafft einen spannenden, blutigen Thriller. Ein Buch, das man gelesen haben muss. Erfahren Sie mehr überdie düstere Geschichte von Candygirl und ihrem sadistischen Peiniger.

Vorweg muss ich mal eines loswerden. Etwas, was die Mehrzahl aller Bücher im Genre betrifft. Liebe Autorenkollegen, wir müssen doch wirklich mal wegkommen von den amerikanischen Sets. Wir haben so viel Horror in Deutschland, so viele gruselige Orte, Burgen, Schlösser und Industrieruinen, abgeschiedene Gegenden und Nachbarschaften, wir brauchen keine Trailerparks, US Großstädte und dergleichen.

Damit endet dann auch meine Kritik, denn über CANDYGIRL kann man zwar sicher geteilter Meinung sein. Thematisch ein heißes Eisen – aber genau daran muss sich Underground Literatur heranwagen.

Eine herausragende UndergroundLiteratur
In CANDYGIRL, dem neuesten Werk von Michael Merhi, wird ein heißes Eisen thematisiert, das sicherlich zukontroversen Meinungen führen kann. Dennoch ist es unbestreitbar ein herausragend gutes Buch. Merhi jongliert gekonntmit der Sprache und schafft es, den Leser mit flüssigem Schreibstil und kleinen Spannungsbögen in den Bann zu ziehen.Stilistisch ist das Buch ein großer Wurf, besonders wenn man bedenkt, dass es sich um ein Werk mit viel Blut undGedärmen handelt.
Ein weiterer Pluspunkt sind die Figuren, die Merhi mit viel Liebe zum Detail zeichnet. Sie werden dem Leser nahegebracht und lösen starke Emotionen aus sei es Hass oder Ekel. Besonders bemerkenswert ist die Darstellung der Protagonistin CANDYGIRL, die tief bemitleidet und mitfühlend begleitet wird, während sie ihren persönlichen Schrecken durchlebt.
Vielleicht schießt Merhi am Ende des Buches ein klein wenig übers Ziel hinaus, aber das ist lediglich eine persönliche Geschmacksfrage. Insgesamt steht er den Größen des Genres in den USA in nichts nach. Ketchum hätte es nicht besser machen können. CANDYGIRL ist ein absolutes Muss für Fans von PsychoHorror und sollte unbedingt gelesen werden.
Fazit: CANDYGIRL ist ein herausragendes Buch, das mit seiner glaubwürdigen und tiefgründigen Darstellung überzeugt.Von mir erhält es 5 von 5 prall gefüllten Leichensäcken und eine Axt als Sternchen.

Klappentext:

Bobby war nicht böse. Das Leben war böse. Die Umstände waren böse. Sein Vater, ja der war abgrundtief böse, aber er? Bobby? Niemals! Das zwölfjährige Mädchen Candygirl gerät in die Fänge des Zuhälters ›Schweineschwarte Bob‹, der ihr das Leben zur Hölle macht. Der sadistische Mann setzt alles daran, das zwölfjährige Mädchen sowohl seelisch als auch körperlich zu brechen. Wie ein Stück Vieh wird das junge Mädchen gebrandmarkt und von einem perversen Kunden an den anderen weitergereicht. Und was war mit Bobby? Bobby interessierte es einfach nicht, ob es kleine Mädchen oder Jungs waren, er nahm sie beide gern, schließlich waren es doch Gottes Kinder und der Mann hasste Gott. Abgrundtief!

Und ja, ich habe mir CANDYGIRL selbst gekauft und gebe hier meine unzensierte eigene Meinung wieder.

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